Schlagwort: Kuhantilopen

Übersicht zu allen fossilen Alcelaphini-Gattungen mit ausgewählten Arten

Farbstiftzeichnungen, digital zusammengestellt; 2018

Die Rekonstruktionen entstanden mit freundlicher Unterstützung durch den Paläontologen Dr. Faysal Bibi vom Museum für Naturkunde Berlin.

Numidocapra crassicornis (Bovidae), Unteres Pleistozän, Nord- und Ostafrika

Fossilien dieser weit verbreiteten Art wurden in Äthiopien, Dschibuti und Algerien gefunden. Zeitweise wurde sie zu den Ziegenartigen (Caprinae) gezählt. Eine Besonderheit stellen die nach vorn gebogenen Hörner dar. Der Name bedeutet „Ziege aus Numidien“, eine antikes Königreich in Nordafrika.

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

Awashia suwai (Bovidae), Oberes Pliozän, Äthiopien

A. suwai wurde in der Matabaietu-Formation gefunden, welche am namensgebenden Fluss Awash in Äthiopien liegt. Sie lebte dort vor etwa 2,5 Millionen Jahren zusammen mit den Homininen Australopithecus garhi und wahrscheinlich auch Paranthropus aethiopicus.

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

Damalops palaeindicus (Bovidae), Oberes Pliozän, Südasien

Hierbei handelt es sich in zweierlei Hinsicht um eine besondere Art: Einerseits ist sie die einzige bekannte Kuhantilope außerhalb Afrikas, andererseits sind Hörner im Vergleich zu anderen Alcelaphini ungewöhnlich einfach in ihrer Form. D. palaeindicus lebte in der Pinjor-Formation vor etwa 2,5 Millionen Jahren im Gebiet der heutigen Siwaliks (südlicher Himalaya) in Indien. Außerdem wurden Überreste in Tadschikistan gefunden.

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

Parmularius maasaicus (Bovidae); Pleistozän, Ostafrika

Eine mittelgroße Kuhantilope, die nur aus der Olduvai-Schlucht bekannt ist. Sie könnte ein Vorfahre der heutigen eigentlichen Kuhantilopen (Alcelaphus-Arten) sein. Benannt wurde sie nach der Volksgruppe der Maasai, welche im Olduvai-Gebiet lebt.

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

Megalotragus kattwinkeli (Bovidae), Pleistozän, Ostafrika

M. kattwinkeli ist mit geschätzten 250 kg eine der größten bekannten Kuhantilopen und nahe verwandt mit den heute lebenden Gnus. Die Hornform dieser Art variiert sehr, von einer gestauchteren Form mit nach innen geschwungenen Spitzen bei kleineren Tieren zu der hier gezeigten gestreckteren Form bei den größeren Exemplaren. Außerdem zeigt sie Tendenzen zum aufgewölbten, mit Hohlräumen durchzogenen Schädel, ähnlich wie Megalotragus atopocranion, nur weit weniger ausgeprägt als bei diesem. Der Fundort von M. kattwinkeli ist die berühmte Olduvai-Schlucht im Norden Tansanias. Hier kam sie neben Paranthropus boisei, Homo habilis und Homo erectus vor. Benannt wurde sie nach dem deutschen Paläontologen und Neurologen Wilhelm Kattwinkel (1866 – 1935).

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

Megalotragus atopocranion (Bovidae), Oberes Pleistozän, Ostafrika

Die bekannteste unter den fossilen Kuhantilopen, da sie ein unter Säugetieren einzigartiges Merkmal besitzt: ein gewölbter Schädel mit Hohlräumen und Atemwegen, die es wahrscheinlich ermöglichten, Infraschalltöne zur Kommunikation mit Artgenossen zu erzeugen. M. atopocranion war ein Grasfresser, der möglicherweise vom modernen Menschen (Homo sapiens) gejagt wurde. Besser bekannt ist sie unter dem Synonym Rusingoryx atopocranion, nach ihrem Fundort auf der kenianischen Insel Rusinga Island im Victoriasee.

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

 

Damalborea elisabethae (Bovidae), Mittleres Pliozän, Ostafrika

Diese fossile Kuhantilope wurde in der Hadar-Formation in Äthiopien entdeckt. Sie lebte dort vor etwa 3,3 Millionen Jahren unter anderem zusammen mit dem Homininen Australopithecus afarensis. Benannt wurde sie nach der Paläontologin Elisabeth Vrba.

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

Damalacra neanica (Bovidae), frühes Pliozän, Südafrika

Eine Kuhantilope, die vor etwa 5,3 – 3,6 Millionen Jahren nachgewiesen ist. Sie ernährte sich wahrscheinlich von gemischter Pflanzenkost aus Blättern und Gräsern. D. neanica erreichte etwa die Größe des heutigen Blessbocks (Damaliscus pygargus phillipsi).

Farbstifte, 2018

30 x 24 cm

 

Kuhantilope (Alcelaphus sp.), im Museum als Lichtenstein-Antilope (Alcelaphus lichtensteinii) ausgeschildert, was aber aufgrund der Hornform unwahrscheinlich ist.

Bleistift, 2018

29,5 x 21 cm

Das Bild entstand nach einem Präparat im Naturalienkabinett Waldenburg.

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